Handschriftenkollationen online (PDF)

Dem Mainzer Forschungsprojekt wurden vom Beuroner Vetus-Latina-Institut unter Leitung von Msg. Prof. Dr. Roger Gryson die für die Edition der Apostelgeschichte relevanten Handschriften in Form von Photographien oder Kopien zur Verfügung gestellt.
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die notwendigen finanziellen Mittel für die Kollation der Handschriften zur Verfügung gestellt.
Seit Juli 2010 werden die Handschriften von wissenschaftlichen Hilfskräften kollationiert. Dazu wird für jeden Vers der Apostelgeschichte eine Excel-Tabelle erstellt, in die der Text aller vorhandenen Handschriftenzeugen eingetragen wird. Der Text der Vulgata bildet dabei den Ausgangspunkt: jedes Wort erhält eine Spalte, der eine Wortadresse zugeordnet wird (jeweils mit geraden Zahlen: 2, 4, 6, usw.). Die Handschriften folgen darunter: Ist ein Wort in einer Handschrift nicht vorhanden, das in der Vulgata steht, wird dies mit einem Gedankenstrich markiert; ist andererseits in einer Handschrift ein Wort (oder mehrere) vorhanden, das nicht in der Vulgata steht, wird an betreffender Stelle eine neue Spalte mit ungerader Wortadresse hinzugefügt (1, 3, 5, usw.). Bei der Kollationierung liegt das Augenmerk auf der Wiedergabe des Textbefundes, d.h. Informationen innerhalb einzelner Handschriften, die über den reinen Text hinausgehen, werden nicht berücksichtigt (z.B. Interpunktion, Groß- und Kleinschreibung). Die in den Handschriften vorgenommenen Abkürzungen werden übernommen, soweit dies unter Verwendung der Schriftarten Times New Roman und RomanOverUnder möglich ist; in den übrigen Fällen werden die Abkürzungen aufgelöst. Eine Liste der Abkürzungen und Zeichenerklärungen finden Sie unter „Zeichenerklärung“.
Bei einigen Handschriften werden zusätzlich bereits vorhandene Druckausgaben herangezogen und mit Kürzel unter die jeweilige Handschrift gesetzt. Weichen die Lesarten dabei voneinander ab, wird dies durch farbige Markierung („gold“) gekennzeichnet. Die Auflösung der verwendeten Kürzel finden Sie unter „Handschriften“, ebenso wie allgemeine Informationen zu den einzelnen Handschriften.
Die zu den einzelnen Texttypen gehörigen bzw. als Leitzeugen dienenden Handschriften sind durch verschiedene Farben markiert, was der leichteren Identifikation innerhalb der Kollationen dienen soll. Näheren Aufschluß darüber wird die Edition der Apostelgeschichte bieten. Hier ist darauf hinzuweisen, dass sich durch weitere Forschungen durchaus noch Änderungen ergeben können.
Für die hier zur Verfügung gestellten Dateien wurden die Excel-Tabellen ins PDF-Format umgewandelt, damit ein problemloser, plattformunabhängiger Zugang gewährleistet ist. Die Formatierung ist so gestaltet, dass jeder Vers vollständig auf eine Seite gebracht wurde; bei besonders langen Versen kann daher eine optische Vergrößerung (Zoom) erforderlich sein: In diesen Fällen ist ungefähr in der Mitte des Verses zur übersichtlicheren Benutzbarkeit eine zweite Spalte mit den Handschriftenbezeichnungen eingefügt.
Eine Änderung von bereits veröffentlichten Kollationen ist in Einzelfällen nicht auszuschließen, das Datum der letzten Veröffentlichung gibt daher Aufschluss über eine möglicherweise vorgenommene Aktualisierung. Haben Sie Fragen oder Anmerkungen, schreiben Sie an:

Eine persönliche Einsichtnahme in die Handschriftenphotographien ist nach Voranmeldung möglich.