Forschungsförderung

Seit dem 1. Juni 2009 wird das Projekt gefördert durch die Stiftung für Jüdische Studien, die 2006 zum Andenken an den am 29.12.2004 verstorbenen Herrn Prof. Dr. Günter Mayer gegründet worden ist. Stifterin ist Frau Wiltrud Keitlinghaus.

Die Stiftung für Jüdische Studien soll u. a. erinnern an das Lebenswerk des im Jahr 2004 verstorbenen Prof. Dr. Günter Jakob Mayer, den verdienten Professor der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Prof. Dr. theol. Mayer, Universitätsprofessor für Judaistik, geb. am 06. 04. 1936 in Pirmasens, wurde 1960 in Mainz zum Dr. theol. promoviert und 1961 zum Pfarrer der Evangelischen Kirche der Pfalz ordiniert. Nach akademischer Wirksamkeit ab 1962 in Münster (Westfalen) und einer Professur für Geschichte und Literatur des Judentums in Mainz hat Mayer 1995 einen Ruf auf die Professur für Judaistik (vormals „Christliche Orientalistik und Judaistik", Prof. Eugen Ludwig Rapp) des Fachbereichs Evangelische Theologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, heute Evangelisch-Theologische Fakultät, erhalten. Im Jahre 2001 wurde er emeritiert. Für die Profilierung der Judaistik innerhalb seiner Fakultät hat er Vorbildliches geleistet und sich darüber hinaus durch seine Veröffentlichungen zum hellenistischen Judentum und zur rabbinischen Literatur hohes akademisches Ansehen erworben. Prof. Dr. Günter Jakob Mayer kommt das Verdienst zu, die Judaistik in Mainz paradigmatisch als wesentlichen und integralen Bestandteil des Theologiestudiums etabliert zu haben. Vielen Studenten und seinen Schülern hat er den Sinn für Sprache und Eigenart der rabbinischen Literatur eröffnet. Mayer hat sich einen Namen gemacht als Herausgeber der "Tosefta" und als Kenner des hellenistischen Judentums. Mit großer Akribie hat er eine Konkordanz zu den Schriften Philos von Alexandrien erstellt ("Index Philoneus", 1974). Hervorzuheben sind darüber hinaus der Band "Das Judentum" (als Hg. und Mitautor, 1994) und die Monographie "Die jüdische Frau in der hellenistisch-römischen Antike" (1987), die sozialgeschichtlich die familiäre Struktur des Judentums in Palästina und der Diaspora untersucht. Prof. Dr. Günter Jakob Mayer ist am 29.12.2004 in Zornheim bei Mainz im Alter von 68 Jahren verstorben.

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